Samstag, 18. März 2017

Lesung "Bombennacht" von und mit Roman Rausch


Am Freitag, den 17.03.2017 stellte Roman Rausch seinen Roman Bombennacht in der Liborius-Wagner-Bücherei vor.

Einen Tag zuvor jährte sich die Zerstörung Würzburgs am Ende des Zweiten Weltkriegs, um die es in dem Roman geht, zum 72. Mal.

Um 19:00 Uhr trat Roman Rausch vor das zahlreich erschienene Publikum, um zunächst ein paar Worte zur Einleitung zu sprechen.


Zu Beginn wurde der Lagebericht am Anfang des Buches von Roman Rausch vorgelesen. Die zwei Zeitzeugen unter den Zuhörern bestätigten, dass der 16. März 1945 ein wunderbarer Frühlingstag gewesen war.
Roman Rausch erzählte im Anschluss viel über das sog. Moral Bombing und zur Stimmung im früheren Würzburg und zeigte dazu Bilder auf einer Leinwand.

Die nächste Szene spielte in der Nervenheilanstalt in der Füchsleinstraße, in der Professor  Dr. Werner als Chefarzt praktiziert und Fanny, eine junge Krankenschwester, eben ihren Dienst angetreten hat. Ein verletzter Soldat bedroht die Belegschaft mit einer Waffe.
Nach diesem Abschnitt wurde die Figur Dr. Werner beleuchtet, die damals mit Dr. Werner Heyde, der Obergutachter der "Euthanasie"-Aktion T4 während des Nationalsozialismus war, tatsächlich existierte. Auch entsprechende Fotos wurden gezeigt.

Nach einer kleinen Pause, in der man sich u.a. mit leckerem Frankenwein und Knabbergebäck stärken konnte, folgte der Abflug der Royal Air Force Richtung Deutschland. Hier wird die Situation von Henry geschildert, dessen Heimat Würzburg war, aus der er aber fliehen musste. Um gegen die Nazis zu kämpfen, trat er in England der Armee bei und muss nun zum Bombenangriff über der Perle am Main aufbrechen.
Roman Rausch machte beim Vorlesen einen Zeitsprung, sodass sich das Publikum nun mitten im Bombenhagel und der brennenden Stadt befand. Ich hatte eine Gänsehaut, denn er hat die verzweifelte Lage nicht nur schriftlich brillant vermittelt, sondern auch beim Vorlesen den richtigen Ton getroffen.
Bilder zerstörter Straßenzüge wurden eingeblendet, über deren Identität im Anschluss diskutiert wurde.

Nach knapp eineinhalb höchst interessanten Stunden signierte Roman Rausch seinen Roman.
Ich hatte mein Buch auch dabei und sagte ihm, dass ich es im Rahmen der Leserunde bei Lovelybooks gelesen hatte und er wusste dann gleich, wer ich war, was mich schon ziemlich verblüfft, aber vor allem auch sehr gefreut hatte. So musste ich für die Signatur meines Exemplars gar nicht mehr meinen Namen nennen :)

Genau wie das Buch, hat mich auch die Lesung von Roman Rausch sehr beeindruckt. Herzlichen Dank dafür!

Meine Rezi der Bombennacht könnt ihr gerne hier nachlesen.

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