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Rezension: Reeperwahn von Steffi von Wolff ***

Bild: FischerVerlage
Die Kolleginnen Lindi, Peggy, Heidi, Liesel und Brigitte arbeiten bei einem billigen Sexblättchen und leiden dabei sehr unter dem Chefredakteur des "Kiez-Report". Herbert ist ein cholerischer, Frauen verachtender Geizhals und macht den fünfen das Leben zur Hölle. Mit dem Selbstwertgefühl im Minusbereich muss Herbert auch für die privaten Männer-Miseren von Lindi & Co. verantwortlich sein - anders können sich die Frauen ihr privates Pech nicht erklären. Also fassen sie einen Entschluss: Herbert muss weg!

Diese mörderisch schräge Story lässt sich gut lesen, nur die all zu seltsamen Details (z.B. ein Alligator als Haustier, mit Hundeleine usw.) haben mich etwas stutzen lassen.
Die Geschehnisse werden aus der Sicht von Gerlinde "Lindi" Fuchs erzählt, sodass sich der Leser mitten in der Frauenrunde befindet. Ich konnte mir die meisten Gegebenheiten und Charaktere recht gut vorstellen, jedoch ist es mir schwergefallen, mich bei fünf Damen im Laufe des Buchs noch an jedes einzelne Schicksal zu erinnern. Das war mir etwas viel.
Das Ende fand ich ein bisschen zu konstruiert (was zu diesem schrägen Roman jedoch auch wieder passt) und die Aneinanderreihung von dieser und auch noch jener Sache hätte ich gar nicht mehr gebraucht, da sie das Buch - meiner Meinung nach - nur in die Länge gezogen hat.

Die Geschichte war mal etwas anderes und daher ganz erfrischend, mir aber fast zu strange.
Ich hatte zwischen 3 und 4 Sternen geschwankt, mich aber dann zum Abrunden entschieden, da mir meine bisherigen 4-Sterne-Bücher dann doch einen Ticken besser gefallen haben.


Erstausgabe : 01.06.2005 
Aktuelle Ausgabe : 01.06.2005 
Verlag : FISCHER Taschenbuch  
ISBN: 9783596165889 
Flexibler Einband 320 Seiten 
Preis: 7,95 Euro 

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